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Aldenhoff Einrichtungen
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Eine Halle, dreiundvierzig Leute, zwei Fahrzeuge

Aldenhoff Einrichtungen baut seit 1954 in Lauf an der Pegnitz, heute in dritter Generation. Zuschnitt, Bankraum, Polsterei, Oberfläche und Versand liegen im selben Gebäude. Wer eine Änderung meldet, spricht mit dem Menschen, der das Teil in der Hand hatte.

Zwei Menschen in Arbeitskleidung gehen lachend an einem Stapel luftgetrockneter Eichenbohlen entlang, dahinter Bäume und blauer Himmel.
1954
gegründet
43
Leute im Haus
54
Modelle im Programm
84
Möbel zur Aufarbeitung, letztes Jahr
Eine junge Polsterin heftet lächelnd einen Wollbezug über ein gerundetes Sitzkissen, dahinter Regale mit Stoffrollen.

Acht Prozent Holzfeuchte

Der Wert, bei dem ein Massivholzmöbel in einem beheizten Raum ruhig bleibt. Bis dahin liegen die Bohlen zwei Jahre im Freien und vier Wochen in der Trockenkammer. Wer die zwei Jahre überspringt, spart Lagerfläche und bekommt einen Tisch, der im zweiten Winter reißt.

In der Polsterei gilt dasselbe Prinzip in Weich: Der Aufbau wird von innen nach außen gerechnet, Federung, Kern, Auflage - und der Bezug muss abnehmbar bleiben, auch wenn der Zuschnitt dadurch teurer wird. Ein Sofa, dessen Bezug man nicht wechseln kann, ist nach zwölf Jahren Sperrmüll, egal wie gut das Gestell ist.

Aus der Werkstatt

Hände treiben mit einem Klüpfel einen Holzkeil in eine durchgestemmte Zapfenverbindung, Späne auf der Werkbank.

Wie eine Tischplatte entsteht

Vom aufgetrennten Stamm bis zur geölten Fläche: was in den vierzig Arbeitsstunden passiert, die in einem Esstisch stecken.

Eine Platte für einen Auwald besteht aus vier bis sechs Bohlen. Sie kommen aus einem Stamm, damit Farbe und Maserung zusammenpassen - ein Tisch aus Brettern verschiedener Bäume sieht nach einem halben Jahr aus wie ein Flickwerk, weil jedes anders nachdunkelt.

Die Bohlen liegen vor der Verarbeitung mindestens zwei Jahre im Freien und danach vier Wochen in der Trockenkammer, bis sie bei acht Prozent Holzfeuchte stehen. Das ist der Wert, bei dem ein Möbel in einem beheizten Raum ruhig bleibt.

Der Zuschnitt dauert einen halben Tag. Die Bohlen werden nach Jahrringlage sortiert und abwechselnd gedreht verleimt, damit sich ihre Bewegungen gegenseitig aufheben. Danach steht die verleimte Fläche 24 Stunden, bevor sie geschliffen wird.

Die Hirnleisten kommen am zweiten Tag. Sie werden gefräst, eingeschoben und mittig verstiftet, nicht verleimt. Danach dreimal geölt, mit zwölf Stunden Trockenzeit dazwischen. Vierzig Arbeitsstunden stecken in einer Platte, die vierzig Jahre stehen soll. Durch das Haus läuft sie eine gute Woche, weil zwischen den Schritten das Holz und das Öl stehen müssen.

Zwei Handwerker tragen eine in Decken gewickelte Tischplatte durch eine offene Wohnungstür, die Kundin hält die Tür auf.

Warum wir selbst liefern

Zwei eigene Fahrzeuge, zwei Schreiner statt zwei Fahrer, und der Aufbau gehört dazu.

Wir liefern im Umkreis von 150 Kilometern mit zwei eigenen Fahrzeugen und zwei Leuten aus der Werkstatt. Das ist teurer als eine Spedition, und wir rechnen es nicht extra ab.

Der Grund ist einfach: Ein Massivholztisch von 68 Kilogramm wird in einem Treppenhaus von 1928 anders getragen als in einem Neubau, und wer ihn gebaut hat, weiß, wo man ihn anfassen darf. Wenn eine Platte nicht durch das Treppenhaus geht, wird sie vor Ort zerlegt - was bei fast jedem Möbel im Programm Pegnitz möglich ist, weil dort keine Verbindung verleimt ist.

Aufgebaut wird an Ort und Stelle, ausgerichtet und nachgestellt. Die Verpackung nehmen wir wieder mit; sie besteht aus Wolldecken und Spanngurten, nicht aus Folie und Karton, und geht am nächsten Tag wieder mit.

Ausserhalb der 150 Kilometer arbeiten wir mit einer Möbelspedition, die aufbaut. Die Anfahrt steht dann als Position im Angebot, mit dem Betrag, den sie uns berechnet.

Ein älterer Restaurator und eine junge Auszubildende leimen zu zweit die Verbindung eines alten Holzstuhls neu.

Was zurückkommt

Im vergangenen Jahr sind 84 Möbel zur Aufarbeitung ins Haus gekommen, das älteste von 1981.

Aufarbeitung ist bei uns kein Zusatzgeschäft, sondern ein Grund, warum die Verbindungen so gebaut sind, wie sie gebaut sind. Ein Möbel, das sich zerlegen lässt, kann man aufarbeiten; ein verleimtes muss man ersetzen.

Im vergangenen Jahr sind 84 Stücke zurückgekommen. Das älteste war ein Stuhl Rispe von 1981, dessen Geflecht durchgesessen war und dessen Beine an zwei Zapfen Spiel hatten. Er ist zerlegt, geschliffen, neu verkeilt, neu geflochten und geölt worden, und steht jetzt wieder in derselben Küche.

Die häufigsten Arbeiten sind Neubezüge (39), Sitzgeflechte (18) und das Abschleifen und Neuölen von Platten (14). Dazu kamen elf Reparaturen an Beschlägen und zwei Fälle, in denen ein Möbel nicht mehr zu retten war - beide Male ein Wasserschaden über mehrere Wochen.

Wer ein Möbel von uns nicht mehr braucht, kann es zurückgeben. Wir kaufen es an, arbeiten es auf und verkaufen es im Showroom weiter. Der Ankaufspreis richtet sich nach Zustand und Modell und liegt zwischen fünfzehn und vierzig Prozent des heutigen Neupreises.

Der Showroom liegt im selben Gebäude wie die Werkstatt. Wer wissen will, wie eine Verbindung gemacht ist, bekommt sie gezeigt - dafür braucht es nur einen Termin.

Termin im Showroom